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SCHUFA - Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung
Der Name SCHUFA steht für “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" und die Idee, welche bei der Gründung hinter dieser Gemeinschaft steckte war denkbar einfach: Es sollte zuverlässigen Kunden erleichtert werden ihre Bonität nachzuweisen und dementsprechend schneller einen positiven Kreditbescheid zu erhalten. Die Idee hierzu entstand in den 20er Jahren. Zu diesem Zeitpunkt lieferte die Berliner Städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (BEWAG) neben Strom auch erstmals Kochplatten und Kühlschränke an berliner Bürger. Damit die Kunden leichter eine Ratenzahlung bewilligt bekamen war es von äußerster Wichtigkeit, dass die Kreditwürdigkeit (Bonität) eingeschätzt werden konnte und so erstellte die BEWAG eine Liste mit regelmäßig zahlenden Kunden und archivierte die Daten. Diese Idee erwies sich als äußerst hilfreich und so wurde im Jahre 1927 die SCHUFA gegründet. Die an die Schutzgemeinschaft angeschlossenen Unternehmen (Banken, Firmen, ect.) geben der SCHUFA regelmäßig Auskünfte über die Zahlungsmoral und einige andere wichtige Informationen über ihre Kunden und im Gegenzug hierzu erhalten die Unternehmen Auskünfte über die Bonität der jeweiligen Kunden. Heute ist die SCHUFA eine zentrale Institution der Wirtschaft und aus dem deutschen Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Der Jahresumsatz der Schutzgemeinschaft betrag im letzten Jahr runde 80,5 Millionen Euro und die Schutzgemeinschaft verfügt derzeit über mehr als 750 MitarbeiterInnen an deutschlandweit 14 Standorten. Die Nachfrage nach Informationen ist sehr groß: Nahezu 82 Millionen Anfragen werden jährlich von Unternehmen an die SCHUFA gestellt und knapp 1 Million Selbstauskünfte und Nachmeldungen werden von den deutschen Bürgern selbst beantragt.
Dank der SCHUFA ist es möglich Kreditauskünfte sehr unkompliziert und preiswert zu gestalten, da nahezu über jeden deutschen erwachsenen Bürger Daten kreditrelevante Daten gespeichert sind. Folgende Daten sind üblicherweise gesammelt und gespeichert:
- Name, Anschrift (auch frühere) und Geburtsdatum
Daten über…
- Namensänderungen (beispielsweise durch Heirat, Scheidung, Adoption)
- vorhandene und gekündigte Girokonten
- vorhandene, gekündigte und erledigte Kredite
- negative Kreditanfragen (nicht bewilligte Kredite)
- Rechnungskäufe
- Kreditkarten
- Hypotheken
- Handyverträge
- Ebayaccounts
- erlassene Mahnbescheide
- erlassene Vollstreckungsbescheide
- Abgabe einer EV (Eidesstattliche Versicherung)
- Haftbefehle
- den Zeitpunkt des Ablebens
Forderungen bleiben nach Erledigung noch drei Jahre ersichtlich und werden sodann zum Ende des dritten Jahres vollständig gelöscht.
Nur die Zusammenarbeit mit den Vertragspartnern garantieren den weltweit einzigartigen Datenbestand und die Position der SCHUFA auf dem Wirtschaftsmarkt. Partner der Schutzgemeinschaft sind gewerbliche Unternehmen, die deutschen Bürgern (natürlichen Personen) gewerbsmäßig Geld- oder Warenkredite geben, dazu gehören beispielsweise:
- Geschäftsbanken
- Sparkassen
- Genossenschaftsbanken
- Kreditkarten- und Leasinggesellschaften
- Einzelhandels- und Versandhandelsunternehmen
- Telekommunikationsunternehmen
- Bausparkassen
- Versicherungen
- Unternehmen der Wohnungswirtschaft
- Energieversorger
- eCommerce-Unternehmen
Beide Seiten, sowohl die SCHUFA, als auch ihre Geschäftspartner haben sich dazu verpflichtet gegenseitig Informationen auszutauschen und zwar sobald neue Informationen über einen Bürger bekannt werden.
Die SCHUFA verfügt aktuell über mehr als 407 Millionen Einzeldaten zu 64 Millionen deutschen Bürgern und stellt damit eine weltweit einzigartige Sammlung von Daten zum Nachweis der Bonität einzelner Personen dar. Mit Hilfe dieser Informationen werden die Vertragspartner vor Entscheidungen mit finanziellem Risiko gewarnt und geschützt und im Gegenzug wird es den Bürgern erleichtert Kredite, Ratenzahlungen oder auch Verträge abzuschließen.
